Auswärtiges Amt schickt Geopark Ries ins Rennen um Label UNESCO Global Geopark - Landkreis Donau-Ries

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Auswärtiges Amt schickt Geopark Ries ins Rennen um Label UNESCO Global Geopark

17.11.2017: Groß feiern kann man zwar noch nicht, doch vorsichtig optimistisch sind die Verantwortlichen beim Geopark Ries doch. Denn das Auswärtige Amt hat in einem Schreiben an Landrat Stefan Rößle, Vorsitzender des Vereins Geopark Ries, mitgeteilt, dass das Nationalkomitee für UNESCO Global Geoparks in Deutschland die Rieser Bewerbung mit einem Begleitschreiben nach Paris weiterleiten wird.

Der Meteoritenkrater Ries hat das Potential für einen UNESCO Global Geopark.
Damit hat der Geopark Ries die erste Stufe geschafft, freut sich Geschäftsführer Günther
Zwerger. „Wir versprechen uns natürlich, dass es so positiv weiter geht“, gesteht Landrat
Stefan Rößle. Er erwartet durch die Bewerbung, vor allem aber das Label eine
weltweite Aufmerksamkeit für den Geopark Ries und die Region, die man so durch
keine andere Marketingmaßnahme erreichen könnte.

In dem Schreiben betont das Auswärtige Amt nochmals die geowissenschaftliche
Bedeutung im internationalen Maßstab und das klare Alleinstellungsmerkmal des
Geoparks Ries. Positiv wird auch die gute Einbindung in das Tourismusmarketing
und die Vermarktung nachhaltiger regionaler Produkte – Schlagwort Geopark Ries
kulinarisch – gewertet. Aber, und das wird in dem Schreiben ausdrücklich betont,
äußerst wichtig war auch die Gründung des Vereins als Organisation mit eigener
Rechtspersönlichkeit. Vor allem die breite Zustimmung der Kommunen –
dokumentiert durch den Beitritt von inzwischen allen beteiligten Landkreisen, Städten
und Gemeinden – zeige den großen Rückhalt, den der Geopark in der Region
genieße.

Landrat Stefan Rößle und Günther Zwerger möchten daher ausdrücklich den
Mitgliedern des Kreistages und den beteiligten Bürgermeistern danken, die durch
ihre Vereinsmitgliedschaft den Weg für die Bewerbung bereitet haben. Weitere
Unterstützer auf dem bisherigen Weg waren auch Gisela Pösges, Leiterin des
Expertenteams Geologie, Geopark-Führerin Cindy Cooper, Prof. Dr. Richard Höfling
vom GeoZentrum Nordbayern der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-
Nürnberg und Prof. Dr. Stefan Hölzl, Leiter des RiesKraterMuseums. Sie alle haben
durch ihre Mit- und Zuarbeit dazu beigetragen, dass die Bewerbungsunterlagen
wissenschaftlich fundiert, ins Englische übersetzt und vor allem rechtzeitig nach
Berlin geschickt werden konnten.

Geopark-Geschäftsführer Zwerger freut sich, dass der erste Schritt mit Bravour
gemeistert wurde und man sich gegen namhafte Mitbewerber durchgesetzt habe.
Doch wie geht es nun weiter? Ein formloses Schreiben mit der offiziellen
Interessensbekundung ist bereits zur UNESCO nach Paris verschickt worden. Die deutsche UNESCO-Kommission wird die Rieser Bewerbung nun ebenfalls nach
Paris weiterleiten – begleitet von einer positiven Bewertung.

Bis Ende März 2018 werden die eigenreichten Unterlagen geprüft und anschließend alle Bewerbungen online veröffentlicht. Anschließend gibt die International Union of Geological
Sciences (IUGS) eine Bewertung der geologischen Bedeutung des Meteoritenkraters
Ries ab. Bis August 2018 ist dann eine Bereisung durch UNESCO-Gutachter geplant
und danach spricht der UNESCO Geopark Council eine Empfehlung aus. „Dann zeigt
sich, ob im Geopark gefeiert werden kann,“ erklärt Günter Zwerger, „denn der
Exekutivrat, der im April 2019 tagt, folgt in der Regel der Council-Empfehlung.“