Fachkräfte – warum sie kommen, warum sie bleiben…. - Landkreis Donau-Ries

Landkreis Donau-Ries

Fachkräfte – warum sie kommen, warum sie bleiben….

13.07.2017: Eigentlich können wir uns im Donau-Ries glücklich schätzen: Die Arbeitslosenquote ist auf einen Tiefpunkt gesunken. Dafür ringen jedoch kleine wie große Unternehmen um qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und haben Probleme, ihre offenen Stellen zu besetzen. Allerdings können Unternehmen im Wettbewerb um Fachkräfte viel tun.

Die neuen Mitglieder des Bündnis für Familie bei der Urkundenübergabe: 1.Reihe v. l. Eva Münsinger, Firma E.J. Münsinger, Karl Scherlin, Scherlin Sicherheitsdienst. 2. Reihe v. l. Sina Scheiblhofer, Familienbeauftragte Donau-Ries, Julia Hader, GRENZEBACH
Einen wichtigen Part nimmt hier eine familienbewusste und lebensphasenorientierte Personalpolitik ein.
Das Bündnis für Familie unterstützt Firmen gerne bei der Umsetzung.

Drei neue Bündnispartner haben sich aktuell dem Bündnis für Familie angeschlossen. Es sind die Firmen GRENZEBACH, E.J. Münsinger sowie der Sicherheitsdienst Scherlin. Julia Hader, Assisten-tin der Personalleitung der Firma GRENZEBACH Maschinenbau GmbH zu ihrer Entscheidung: „Als TOP-Arbeitgeber DONAURIES stellen wir unsere Mitarbeiter/innen in den Fokus. Dabei liegt uns Familienfreundlichkeit als familiengeführtes Unternehmen besonders am Herzen. Uns ist es wichtig, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu fördern. Deswegen engagieren wir uns gerne im Bündnis für Familie.“ Die Firma E.J. Münsinger aus Tagmersheim schreibt Familienfreundlichkeit ebenfalls groß: „Als Arbeitgeber ist es uns wichtig, dass unsere Arbeitnehmer den Beruf gut mit ihrem Familienleben vereinbaren können. Wir sind ein Familienbetrieb mit inzwischen 80 Mitarbeitern, von denen einige miteinander verwandt sind. Wie in einer Familie kümmern wir uns um unsere Mitarbeiter, helfen ihnen z.B. bei Behördenangelegenheiten und finden auch Zeit miteinander zu feiern. So wie der Landkreis Donau-Ries hat sich auch die Firma Münsinger Familienfreundlichkeit auf die Fahne geschrieben. Wir freuen uns, dass wir Mitglied im Bündnis für Familie sind.“
Auch ein Sicherheitsunternehmen mit eigentlich für Familien unattraktiven Arbeitszeiten und Arbeitsbedingungen kann sich als familienfreundlicher Arbeitgeber präsentieren, wie Karl Scherlin von Scherlin Sicherheitsdienst aus Nördlingen beweist: „Wir sind Bündnispartner, weil wir aktiv die Familienfreundlichkeit in unserem Landkreis fördern und unterstützen wollen. Um als Unternehmen gute Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gewinnen und vor allem halten zu können, ist die Vereinbarkeit von Familie und Beruf unabdingbar. Auch aus diesem Grund möchten wir für unser Personal einen familienfreundlichen Hintergrund realisieren.“

Eine Erfahrung, die das Landratsamt als Arbeitgeber teilt. Landrat Stefan Rößle bekräftigt: „Un-sere zahlreichen familienfreundlichen Maßnahmen tragen maßgeblich zu unserer Mitarbeiter-bindung bei und verleihen uns einen hervorragenden Ruf als Arbeitgeber. Ich freue mich, dass viele Unternehmen im Landkreis unserem Beispiel folgen, Familienfreundlichkeit als wichtigen Bestandteil zur Förderung der Fachkräftesicherung erkennen und sich im Bündnis für Familie engagieren.“

Mitarbeiter an Unternehmen binden
Wenn es darum geht, sich einen guten Mitarbeiterstamm aufzubauen und zu halten, gibt es zwei wichtige Wege: Gute Auszubildende finden und diese an das Unternehmen binden, so dass sie gerne auch nach ihrer Ausbildung im Unternehmen bleiben. Es gilt also, neue Mitarbeiter zu gewinnen und diese ebenfalls durch eine mitarbeiterorientierte Personalpolitik zu überzeugen.
Warum gewinnt Bindungsarbeit seitens der Unternehmen an Bedeutung? Bei vielen Arbeitneh-mern steht das Arbeitsleben nicht mehr im Mittelpunkt. Sicher, die Arbeit muss gefallen und der Verdienst muss stimmen. Aber ein hohes Gehalt ist nicht mehr ausschließliches Lockmittel. Da das Privatleben bei Jung genauso wie bei Alt – oder sagen wir, bei den sog. Best-Agern – immer mehr in den Mittelpunkt rückt und sich viele nicht mehr über den Beruf, sondern über ganz in-dividuelle Lebenskonzepte definieren, macht ein schickes Büro oder die nächste Verdienststufe alleine nicht unbedingt einen attraktiven Arbeitsplatz aus. Auszubildende, aber insbesondere auch Arbeitnehmer/innen im Karriere-Alter, das oft einhergeht mit dem Zeitraum der Familien-planung, setzen ihren Fokus auf Freizeitgestaltung, individuelle Lebensplanung und insbesondere das Thema Familie. Ein Umstand, dem auch Firmen Rechnung tragen müssen, wollen sie ihre Leistungsträger halten.

Zahlreiche Unternehmen haben erkannt, dass es hier Handlungsbedarf gibt und stellen sich auf die Ansprüche ihrer Mitarbeiter ein. Unterstützung finden sie beim Bündnis für Familie. Hier stehen der Austausch im Netzwerk, Fortbildungen und Informationsveranstaltungen für Arbeit-geber sowie die Stärkung von Familien in der Gesellschaft im Fokus.

Informationen zum Bündnis für Familie gibt es unter www.familie-im-donau-ries.de