Wirtschaft und Arbeitsmarkt im Landkreis Donau-Ries wachsen - Landkreis Donau-Ries

Landkreis Donau-Ries

Wirtschaft und Arbeitsmarkt im Landkreis Donau-Ries wachsen

30.09.2015: Der Arbeitsmarkt im Landkreis Donau-Ries wächst und wächst. Allein zwischen 2011 und 2014 sind rund 5.000 neue sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze dazu gekommen. Für Landrat Stefan Rößle ist dies ein eindeutiges Indiz für eine wirtschaftlich starke und prosperierende Region.


Als einziger schwäbischer Landkreis im Regierungsbezirk Schwaben hat der Landkreis Donau-Ries ein positives Pendlersaldo. Das heißt, es pendeln mehr Menschen in den Landkreis als ihn wegen ihres Arbeitsplatzes verlassen. Dies ist nicht selbstverständlich für einen Landkreis mit überwiegend ländlicher Struktur. Ein Überschuss an Einpendlern ist typisch für kreisfreie Städte, Großstädte und Ballungsräume, in denen sich Unternehmen und Dienstleistungen konzentrieren und die daher viele Arbeitsplätze bieten.
Als Pendler werden alle sozialversicherungspflichtig Beschäftigten bezeichnet, deren Wohnort nicht mit dem Arbeitsort übereinstimmt. Je nach der Richtung wird nach Aus- und Einpendlern unterschieden. Beschäftigte, die vom Wohnort aus in eine andere Gemeinde zur Arbeit fahren, gelten als Auspendler. Vom Arbeitsort aus betrachtet handelt es sich dabei um Einpendler.

Ein Blick in die Zahlen des Bayerischen Landesamtes für Statistik und Datenverarbeitung zeigt, dass zum 30. Juni 2014 im Landkreis 58.189 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze gezählt wurden - 2011 waren es noch rund 5.000 weniger.
Im Kreis beschäftigt sind 41.853 Landkreisbürger und 16.336 Arbeitnehmern aus anderen Landkreisen oder kreisfreien Städten. Das entspricht einer Einpendlerquote von 27,9 Prozent. Fast 2.900 Männer und Frauen pendeln allein aus dem Landkreis Dillingen, jeweils über 1.800 aus dem Ostalbkreis und dem Landkreis Augsburg zu ihren Arbeitsplätzen in der Region.

Doch zugleich hatten nicht alle Landkreisbewohner einen Arbeitsplatz im Landkreis, auch hier gibt es deutliche Pendlerbewegungen. Über 12.000 Arbeitnehmer verlassen täglich den Landkreis, um anderswo zu arbeiten. Die wichtigsten Ziele sind die Stadt Augsburg (1.901 Arbeitnehmer), der Ostalbkreis mit 1.553 sowie der Landkreis Dillingen mit 1.404 Arbeitnehmern.

Betrachtet man die Zahlen der Ein- und Auspendler, so ergibt sich ein Plus von 3.997 Pendlern. Daher spricht man von einem positiven Pendlersaldo. Der ist im Landkreis Donau-Ries in den vergangenen drei Jahren weiter angestiegen, wie schon in den Jahren davor.
Recht unterschiedlich stellt sich die Situation in den Städten und Gemeinden im Landkreis dar. Während bei der überwiegenden Zahl der kleineren Gemeinden mehr Menschen zum Arbeitsplatz pendeln, ist es bei den Städten meist umgekehrt. Spitzenreiter ist dabei Donauwörth mit fast 17.000 Arbeitsplätzen und einem Pendlersaldo von rund 9.500. Nördlingen hatte 2014 fast 13.000 Arbeitsplätze, aber nur knapp 8.200 Erwerbstätige mit Wohnort in der Stadt. Auch hier pendeln fast 4.600 Personen ein.

Um die Betriebe und Unternehmen zu unterstützen, auch künftig qualifiziertes Personal zu finden, plant der Landkreis Donau-Ries, eine Marke DONAURIES zu etablieren. Durch gezielte Projekte im den Bereichen Weiterbildung, Fachkräftesicherung, Willkommenskultur und Regionalmarketing sollen zum einen Arbeitnehmer, junge Menschen und Familien für den Landkreis gewonnen werden, zum anderen will man den Unternehmen damit helfen, sich am Standort weiterentwickeln zu können.