Tourismus schafft Umsätze in Millionenhöhe - Landkreis Donau-Ries

Landkreis Donau-Ries

Tourismus schafft Umsätze in Millionenhöhe

31.05.2017: Tourismus ist ein bedeutender Wirtschaftsfaktor im Landkreis Donau-Ries. Das macht der neue Bericht von dwif-Consulting (Deutsches wissenschaftliches Institut für Fremdenverkehr) deutlich, der bei der 10. Mitgliederversammlung des Vereins Ferienland Donau-Ries vorgestellt wurde. Danach wurden 2016 im und durch den Tourismus Bruttoumsätze in Höhe von 170 Millionen Euro erwirtschaftet.

Direkte Profiteure des Tourismus in der Region. Quelle: dwif-Consulting
Oder anders ausgedrückt: Im Ferienland Donau-Ries können fast 3000 Menschen vom Tourismus leben.

Rund 50 der 178 Mitglieder des Vereins waren nach Blossenau gekommen und bekamen dort einen Überblick über aktuelle Projekte, Marketingaktivitäten und die Planungen für 2018. In seinem Geschäftsbericht verwies Ferienland-Geschäftsführer Günther Zwerger auf ein leichtes Plus bei den 514.395 Übernachtungen im vergangenen Jahr. Er zeigte sich erfreut, dass das Ferienland weiterhin auf einem guten Weg sei und die Zahlen über Jahre stabil blieben bzw. nach oben gingen. Langfristig gesehen seien es sogar Spitzenwerte. „Grundlage dafür ist die gute Zusammenarbeit mit den Städten und Gemeinden und den Tourist-Informationen“, betonte Zwerger.

Wandern ist das große Schlagwort für 2017. In den vergangenen vier Jahren, so hatte Landrat Stefan Rößle, Vorsitzendender des Vereins, schon in seiner Begrüßung erläutert, habe man eine Qualitätsoffensive Wandern umgesetzt. Heuer nun konnten die Ergebnisse präsentiert werden: 16 neu ausgeschilderte Top-Wege, eine neue Wanderbroschüre, die Umsetzung des Themas auch auf der Homepage, Anzeigen und vieles mehr. „Das ist ein absolutes Trendthema und passt perfekt in unsere Region“, erklärte Rößle.

Für das kommende Jahr wollen sich die Touristiker auf das zweite große Freizeitthema im Ferienland konzentrieren, das Radeln. Es ist und bleibt der Nachfrageschwerpunkt bei den sechs Messen, die regelmäßig besucht werden, und auch beim Prospektverbrauch. Außerdem soll für 2018 ein Gastronomieführer mit möglichst umfassenden Informationen über das Gastroangebot in der Region aufgelegt werden. Dieses Kooperationsprojekt wird zusammen mit dem Geopark Ries und dem Konversionsmanagement umgesetzt.

Zentrales Thema der Mitgliederversammlung war die Vorstellung des neuen Berichts von dwif-Consulting zum „Wirtschaftsfaktor Tourismus für die Ferienregion Donau-Ries“. Geschäftsführer Lars Bengsch erläuterte Vorgehensweise und Ergebnisse, machte zunächst aber deutlich, warum er solche Erhebungen für extrem wichtig hält: „Destinationen an ihren Übernachtungserfolgen zu messen, ohne die erzielte bzw. erzielbare Wertschöpfung zu berechnen, gehört der Vergangenheit an“. Für die touristische Wertschöpfung werden nicht nur die Übernachtungen herangezogen, sondern auch Aufenthaltstage, Ausgaben und Umsätze. Besonders wichtig sind dabei die vielen Menschen, die einen Tagesausflug in die Region machen. 2016 kamen so immerhin 5,2 Millionen Aufenthaltstage zusammen. Alles in allem, so das Ergebnis von dwif-Consulting, werden durch den Tourismus in der Region 170,1 Millionen Euro Bruttoumsätze generiert. Umgerechnet auf den Beschäftigungseffekt bedeutet dies: 2940 Personen können durch den Tourismus im Ferienland Donau-Ries ein Einkommen erzielen. Und eine weitere wichtige Zahl: Der Tourismus bringt rund 13 Millionen Euro Einnahmen durch die Mehrwert- und Einkommenssteuer. Im Vergleich zum ersten Bericht 2010 hat sich laut Lars Bengsch der Bruttoumsatz um zehn Prozent gesteigert, der touristische Einkommensbeitrag um 21 Prozent.

„Die touristische Wertschöpfung ist bemerkenswert“, kommentierte Landrat Rößle diese Zahlen, „und sie zeigen, dass unsere Investitionen rentabel sind“. Außerdem dürfe neben der volkswirtschaftlichen Bedeutung der hohe Freizeitwert für Bürger und Fachkräfte nicht unterschätzt werden. Darauf hatte auch Lars Bengsch verwiesen. Tourismus sei ein wichtiger Wirtschafts- und Standortfaktor, der Attraktivitätseffekte, ökonomische Effekte, Standorteffekte und Infrastruktureffekte habe und die Regionalentwicklung stabilisiere.

Anschließend musste die Mitgliederversammlung noch einige Mitglieder für den Fachbeirat nachwählen. Neu in dem Gremium sind künftig Anja Friedel von der Touristinformation Oettingen, Brigitte Steinle vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft & Forsten, Alexander Käs von der Stadt Rain und Judith Strohhofer von der Touristinformation Wemding.