Landratsamt lehnt Antrag auf Beseitigung des Wildschutzzaunes im Oettinger Forst ab - Landkreis Donau-Ries

Landkreis Donau-Ries

Landratsamt lehnt Antrag auf Beseitigung des Wildschutzzaunes im Oettinger Forst ab

25.02.2015: Das Landratsamt Donau-Ries hat es nun offiziell abgelehnt, zum gegen-wärtigen Zeitpunkt den Wildschutzzaun im Oettinger Forst beseitigen zu lassen. Einen entsprechenden Antrag hatte ein Bürger gestellt, der sich dabei auf sein Grundrecht auf freien Naturgenuss berief.

Wildschwein Bild: ©R_by_Rudolpho Duba/ PIXELIO
Ausschlaggebend für die Entscheidung waren die befürchteten hohen Schäden bei den benachbarten Landwirten durch Wildschweine sowie die Zusicherung der Fürstlichen Verwaltung zu Oettingen-Spielberg, den Zaun für Spaziergänger und Wanderer so durchlässig wie möglich zu gestalten.

Damit geht man in Donau-Ries einen anderen Weg als im Nachbarlandkreis Ansbach, wo die Behörden die Beseitigung des Zaunes angeordnet hatten. Landrat Stefan Rößle betont deshalb, dass es man es sich nicht leicht gemacht habe. „Natürlich haben wir die Vorgänge im Nachbarlandkreis genau beobachtet. Das Gesetz räumt uns aber in Ausnahmefällen einen kleinen Ermessensspielraum ein. Den hat das Landratsamt Donau-Ries im Interesse des Eigentümers und der Landwirte ausgeschöpft. Damit schaffen wir eine Übergangslösung bis das Wildschweinproblem durch Maßnahmen der Jagd- und Forstwirtschaft gelöst werden kann.“

Bereits bei einem Ortstermin im Mai vergangenen Jahres hatte sich Rößle die Argumente beider Seiten angehört und die Lage in Augenschein genommen. „Entscheidend war für mich, dass sich der Zaun bewährt hat und die Wildschäden deutlich reduziert wurden. Ich habe mit vielen Menschen gesprochen, die sich für den Erhalt des Zaunes ausgesprochen haben. Mit der Zusage der fürstlichen Verwaltung, auf Wunsch des Landratsamtes weitere Durchgänge im Zaun zu öffnen, ist im Ergebnis allen gedient.