Hochschulzentrum Donau-Ries auf Messe CONTROL - Landkreis Donau-Ries

Landkreis Donau-Ries

Hochschulzentrum Donau-Ries auf Messe CONTROL

18.05.2015: Die Zukunft der Produktion und des Qualitätsmanagements stand im Mittelpunkt eines Fachpressegesprächs auf der CONTROL 2015, der internationalen Leitmesse für Qualitätsmanagement und Präzisionsmesstechnik in Stuttgart. Diskutiert wurden die revolutionären Veränderungen in den Fertigungsunternehmen, die mit der bereits begonnenen Digitalisierung der Produktion auf die Unternehmen zukommen.

TCW Expertengespräch
Dabei wurde deutlich, dass die Innovationsoffensive Industrie 4.0 gewaltig an Fahrt aufnimmt. Mit dabei ist seit geraumer Zeit auch das Technologie Centrum Westbayern (TCW). Dessen Leiter, Prof. Dr.-Ing. Markus Glück, war vergangene Woche ein Fachreferent beim CONTROL Pressegespräch 2015 auf dem Stand der IBS AG, einer Siemens Tochter für Produkti-onsinformatik und Qualitätssicherungssysteme.

Im Gespräch mit Fachjournalisten des VDE, des VDI und des VDMA sowie weiteren Gästen erläuterte Prof. Dr. Markus Glück (Hochschule Augsburg / TCW) die bevorstehenden Veränderungen im Produktions- und Qualitätsmanagement und berichtete von ersten Erfahrungen mit autonomen Fertigungszellen und cyber-physikalischen Systemen. Letztere sind unter anderem Gegenstand aktueller Forschung und Entwicklung am TCW und an der Hochschule Augsburg.

„Wir setzen uns seit Jahren aktiv mit den Anforderungen der Produktion der Zukunft im Rahmen unserer Innovationsinitiative Produktion 2020“, so Glück. „Die hierbei gemachten Erfahrungen stießen auf ein großes Interesse der Teilnehmer. Vor allem der Einsatz moderner Roboter für die Mensch-Maschine-Kollaboration, die industrielle Bildverarbeitung und Lasermesstechnik eröffne gewaltige Fortschritte in der Fertigungsautomation, Prozess- und Qualitätskontrolle. Inline Mess- und Prüfsysteme führen dazu, dass Roboter exakter zu positionieren sind und gleichzeitig quali-tätsrelevante 100%-Prüfungen an Halbzeugen und Endprodukten im Fertigungstakt vornehmen. Diese Echtzeit Prozesskontrolle erlaube eine pro-aktive Qualitätsanalyse, die sich auszahle. Diskutiert wurde im Weiteren, welche Auswirkungen sich auf das Qualitätsmanagement in einem sich selbst organisierenden Produktionsumfeld ergeben. Auch wenn sich für die Industrie 4.0 gegenwärtig noch kein klares Endbild abzeichnet, lohnt sich heute schon der Blick auf dann umsetzbare Szenarien. Hierüber berichteten im Anschluss die an der Presserunde teilnehmen Industrievertreter und diskutierten mit Volker Schwickert, Vorstandsvorsitzender der IBS AG, und Jürgen Wolf (IBS AG, Koordinator des Treffens) und Prof. Dr. Markus Glück den Weg zur smarten Fabrik der Zukunft.

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Teilnehmer des Expertengesprächs „Zukunft der Produktion und des Qualitätsmanagements“ am Stand der IBS AG auf der Fachmesse CONTROL 2015 in Stuttgart. Industrie- und Hochschulvertreter (von links): Raimund Antonitsch (cms electronics GmbH), Jürgen Wolf (IBS AG), Andreas Monke (Ihlemann AG), Volker Schwickert (Vorstandsvorsitzender der IBS AG), Heiko Schulte, (Präzi Flachstahl AG) und Prof. Dr. Markus Glück (Hochschule Augsburg / TCW). Quelle: IBS