8. Spezialforum „Innovation 2020“ am Technologie Centrum Westbayern: Innovationsprozesse, neue Technologiefelder, Marktchancen – Mit Mut zu Neuem! - Landkreis Donau-Ries

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8. Spezialforum „Innovation 2020“ am Technologie Centrum Westbayern: Innovationsprozesse, neue Technologiefelder, Marktchancen – Mit Mut zu Neuem!

27.04.2015: Neue Ideen, Produkte, Geschäftsmodelle und Dienstleistungen - Innovationen - sind die Zukunftssicherung aller Unternehmen. Die Erfolgsfaktoren auf dem Weg an den Markt bündelt heute das Innovationsmanagement.

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 Zentrale Elemente sind dabei eine gründliche Marktbeobachtung, ein funktionierendes Ideenmanagement, eine sorgsame Beobachtung von Trends und Mitbewerbern, gelebte Innovationsprozesse, der intensive Austausch mit Kunden und Lieferanten sowie das rechtzeitige Erkennen ihrer Bedürfnisse. Dieser rote Faden zog sich durch acht Fachreferate beim 8. Spezialforum „Innovation 2020“ am Technologie Centrum Westbayern (TCW). Tagungsschwerpunkte waren Innovationsprozesse, neue Märkte und potentialträchtige Technologiefelder sowie deren Erschließung durch ein effizientes Innovationsmanagement.

Wie man seine eigene Innovationsfähigkeit wirksam steigert, und innovationsfreundliche Rahmenbedingungen nutzbringend gestaltet, erläuterte zu Beginn Thomas Brand (PA Consulting Group, Frankfurt). Er stellte die Ergebnisse seiner neuesten Studie „Innovationsexzellenz“ vor. Ulf Timmann (Henkel AG & Co. KGaA) erklärte im Anschluss, wie die Forschung bei Henkel in Düsseldorf Zukunft produziere. Ein wesentlicher Aspekt der Innovationsstrategie sei die Nachhaltigkeit der Entwicklungen. „Wir suchen ständig nach neuen Wirkstoffen, um weniger Energie und weniger Wasser beim Waschen zukünftig zu brauchen.“ Zur Unterstützung der Suche der technologischen Trendbeobachtung hat die Fraunhofer Gesellschaft das Methodengerüst des Innovationsradars entwickelt. Dessen Anwendung auf das Internet der Dinge als aktuelles Beispiel stelle Maximilian Roth von der Fraunhofer-Arbeitsgruppe für Supply Chain Services (SCS) in Nürnberg vor.

Markus Weinberger (Bosch Software Innovations, Stuttgart) berichtete über das am renommierten Institute of Technology Management in St. Gallen aufgebaute „IoT Lab“ (IoT = Internet of Things). Dort werden ganz neue Geschäftsmodelle im Zuge der Digitalisierung und des Wandels zur Industrie 4.0 entwickelt und getestet.

Eine wirkungsvolle Methode zur Beschleunigung von Entwicklungsprozessen zur Verringerung der Time-to-Market ist die „Agile Produktentwicklung“. Axel Schröder (Unternehmensberatung ASUP, Holzkirchen) stellte das Verfahren, die Grundsätze und den Nutzen dieser neuen Methode in einem engagierten Vortrag vor. Philipp Gasteiger (SIT Innovation GmbH, München) setzte die Ausführungen zu Entwicklungsmethoden fort. Wie man sein Unternehmen regelrecht erfinderisch machen kann, ließ er dabei gekonnt durchblicken. Wie man das Thema Innovationsmanagement bei SIEMENS anpackt, erläuterte Dr. Cedric Dockendorf (Siemens AG, München).

Zum Abschluss zeigte Prof. Dr. Markus Glück auf, welche Schlüsse man aus der Szenariotechnik für seine Innovationsbemühungen ableiten kann. Als repräsentatives Beispiel wählte er die Zukunft der Produktion und erläuterte die Auswirkungen der Digitalisierung von Fertigungsprozessen. Ein besonderes Augenmerk legte er dabei auf die sichere Zusammenarbeit von Mensch und Roboter.

Zwischen den Vorträgen blieb Zeit für engagierte Diskussionen. Veranstaltungspartner waren die Hochschule Augsburg, die VDI/VDE Bezirksvereine Augsburg und der Cluster Sensorik Mechatronik & Automation. Weitere Informationen im Internet unter www.tcw-donau.-ries.de.