Landkreis erörtert Maßnahmen zur Stärkung der Innenstädte und Ortskerne - Landkreis Donau-Ries

Landkreis Donau-Ries

Landkreis erörtert Maßnahmen zur Stärkung der Innenstädte und Ortskerne

14.05.2014: Zunehmende Wirkung auf die Ortskerne und die Innenstädte.

Der demographische Wandel wirkt sich zunehmend auf die Innenstädte und Ortskerne der Landkreiskommunen aus. Neben dem Wunsch der Bevölkerung, in Neubausiedlungen ein Eigenheim zu errichten, entwickelt sich zunehmend der Trend, in bereits bestehenden Siedlungen und in der Nähe zu bestehenden Versorgungseinrichtungen wie Geschäften und Ärzten zu wohnen. Dies berichteten einige Bürgermeister bei einer Informationsveranstaltung zur Unterstützung der Innenentwicklung.

Im Mai trafen sich die Bürgermeister und Verwaltungsmitarbeiter der Landkreiskommunen, um gemeinsam zu besprechen, welche Vorteile die Stärkung und Entwicklung bereits bestehender Baugebiete gegenüber der Neuausweisung von Baugebieten hat. Bei der vom Konversionsmanagement initiierten Veranstaltung begrüßte der Stellvertreter des Landrats Reinhold Bittner die Anwesenden: "Erfreulicherweise haben wir festgestellt, dass sich bereits viele Kommunen mit der Innenentwicklung beschäftigen. Da dieses Thema in Zukunft zunehmend wichtiger wird, möchten wir die Kommunen bei dieser Aufgabe unterstützen."   
Im Anschluss zeigte Claus Hensold vom Bayerischen Landesamt für Umwelt (LfU) die Ziele und Vorteile der Innenentwicklung auf. Ziel müsse es sein, bereits bestehende Siedlungsstrukturen zu stärken. Dafür sollte man bestehende Leerstände, Brachflächen oder Baulücken aktivieren, um für die Bevölkerung attraktiven Wohnraum im Bestand  zu ermöglichen. Dies sei vor dem Hintergrund einer älter werdenden Bevölkerung wichtig, um durch kurze Wege eine möglichst selbstständige Versorgung zu ermöglichen.
Ferner sei es für Bürger und Kommunen mittel- und langfristig auch finanziell günstiger in den Bestand zu investieren, als ein Neubaugebiet zu errichten. Da im Bestand meist keine neue Infrastruktur errichtet und unterhalten werden muss, bestehen hier Kostenvorteile. Zudem steige durch diese Maßnahmen der Wert der Immobilien: Attraktive zentrumsnahe Lagen mit guter fußläufiger Versorgung erhöhen den Wert von Grundstücken und Gebäuden. Somit profitiere nicht nur die Kommune durch Innenentwicklung, sondern auch die Bevölkerung direkt.

Landrat Stefan Rößle warb für das Thema ebenfalls auf der jüngsten Sitzung des Kreisverbandes Donau-Ries des Bayerischen Gemeindetags in Wallerstein: "Uns ist bewusst, dass die Innenentwicklung eine große Herausforderung ist, die einige Anstrengungen erfordert. Mit dem Konversionsmanagement haben wir die Möglichkeit, diese wichtige Aufgabe anzugehen und die Kommunen bei der Gestaltung des demographischen Wandels zu unterstützen".