Das Ries, die Landschaft zwischen Schwäbischer und Fränkischer Alb - Landkreis Donau-Ries

Landkreis Donau-Ries

Zwischen Schwäbischer und Fränkischer Alb, nur wenige Kilometer nördlich der Donau liegt als fast kreisrunde, etwa 100 m tiefe Senke das Ries mit einem Durchmesser von annähernd 22 Kilometern. Einst verlief der Höhenzug der Alb vom Schwarzwald durchgehend bis zum Fichtelgebirge. Nach unseren heutigen Erkenntnissen aber schlug vor etwa 14,8 Millionen Jahren ein Meteorit mit einem Durchmesser von schätzungsweise 500–1000 m Durchmesser dieses riesige Loch im Bruchteil einer Sekunde aus der Alblandschaft.

Wer vom Daniel der Nördlinger St. Georgskirche oder dem Wallersteiner Felsen in die Runde schaut, erkennt die kreisrunde Gestalt der Landschaft mit seinem zum Teil erheblichen Anstiegen hin zum Kraterrand. Wegen der großen Hitze beim Einschlag entstand ein neues Gestein, der Suevit. Dieses leichte, von Hohlräumen durchsetzte Gestein, in das auch glasartige "Bomben" und "Flädle" eingeschlossen sind, ist so einzigartig und typisch für das nordschwäbische Ries, dass man ihm den Namen "Schwabenstein" (Suevit) gegeben hat.

Nach dem Einschlag füllte sich in Jahrtausenden das Becken mit Wasser. Starke Regenfälle, austretendes Grundwasser, Flussläufe und Bäche, die wieder Zugang ins Riesbecken gefunden hatten, ließen einen rund 400 Quadratkilometer großen See entstehen, der nach etwa 2 Mio. Jahren zwischen dem heutigen Harburg und Donauwörth wieder auslief. Zurück blieb im Ries eine nur durch wenige Hügel unterbrochene eingeebnete Landschaft, in der die Stürme der Eiszeit fruchtbaren Lößboden ablagerten, ideale Voraussetzungen für eine Besiedlung durch Tiere und Menschen.