Römerzeit (15 v.Chr. - 260 n. Chr.) - Landkreis Donau-Ries

Landkreis Donau-Ries

Ungefähr um die Zeitenwende gelangte auch die Gegend nördlich der Alpen unter römische Herrschaft. Etwa 90 n. Chr. überschritten römische Truppen die Donau, nahmen das Ries und schützten es durch drei Kastelle. Im Westen beim Ipf lag das Kastell "Opie" (heute Oberdorf), im Bereich des heutigen Nördlingen lag das Kastell "Septemiacum" und im nördlichen Ries befand sich das Kastell "Losodica" nördlich des heutigen Munningen. Nur rund 20 km nördlich davon wurde der Limes-Grenzwall errichtet zum Schutz vor wandernden Germanenstämmen aus dem Norden und Osten. Zahlreiche Straßen wurden gebaut, um bei Gefahr die Truppen rasch verlegen zu können. Das Land wurde vermessen und an aus dem Kriegsdienst ausscheidende Veteranen gegeben, wie die überall entdeckten Landgüter "villae rusticae" beweisen. Annähernd 250 Jahre währte die römische Herrschaft im Ries. Geblieben ist uns der Wortstamm "Raetia" in der Landschaftsbezeichnung "Ries".