Das 18. Jahrhundert - Landkreis Donau-Ries

Landkreis Donau-Ries

Das 18. Jahrhundert begann wieder mit einem Krieg, der als Spanischer Erbfolgekrieg in die Geschichtsbücher eingehen sollte. Habsburger mit ihren Verbündeten und Franzosen mit Kurbayern verschonten auch das Ries nicht. Bereits 1701 zogen hier Truppen durch, und zwei der blutigsten Schlachten wurden 1704 am Rande des Rieses in der Donauebene geschlagen. In Wemding sind in Erinnerung an die Beschießung der Wehranlage in jener Zeit heute noch eingemauerte Kanonenkugeln am Fuchsturm zu sehen.

1731 starb mit Albrecht II. zu Oettingen-Oettingen der letzte evangelische Fürst kinderlos. Seine Besitzungen und Ländereien wurden von den Wallersteiner und Spielberger Grafen beerbt. 1732 zogen Tausende von österreichischen Asylanten durch die Grafschaft Oettingen Richtung Ostpreußen. Von diesen Salzburgern blieben manche für immer an der Wörnitz.

Auch der Österreichische Erbfolgekrieg (1740–1748) brachte Truppendurchzüge im Ries und Belagerungen von Wemding und Donauwörth.

1781 vollzog der Eichstätter Weihbischof Felix von Stubbenberg die Weihe der Wallfahrtskirche Maria Brünnlein bei Wemding, heute wegen ihrer Pracht häufig als "die Wies im Ries" bezeichnet. Das jahrzentelange wachsen des pietistischen Gedankenguts bewirkte den Um- oder Neubau zahlreicher Dorfkirchen im Ries.