Bronze- und Eisenzeit (2.000 -15 v.Chr.) - Landkreis Donau-Ries

Landkreis Donau-Ries

Neben dem Wirkstoff Stein war in der ausgehenden Steinzeit bereits ein Metall, das Kupfer, in Verwendung. Die Erfindung des neuen Werkstoffes der Bronze aus einer Legierung von 90% Kupfer und 10% Zinn führte dann ein neues Zeitalter. Überall entstanden neue Siedlungen auf Bergen, an Fluß- und Bachläufen. Wir kennen mehr als 30 neue Siedlungsplätze und zahlreiche "Friedhöfe" (Grabhügelplätze). Siedlungsspuren lassen sich auch auf Bergkuppen nachweisen. Die Bevölkerung nahm zu, Handwerker und Bauern gingen eigene Wege. Handel kam auf.

Die aufwendige Art der Totenbestattung in Hügeln wurde abgelöst von einer neuen Art: Tote wurden verbrannt und in Urnen beigesetzt, wovon die "Urnenfeldzeit" (1200–750 v. Chr.) ihren Namen bekam.

Als in der "Hallstattzeit" (750–450 v. Chr., benannt nach einem Fundplatz in Oberösterreich) das Eisen entdeckt wurde, werden den Toten in die Gräber neben Schmuck auch Waffen mitgegeben, von denen sich die eisernen Teile weitgehend erhalten haben und uns heute noch Zeugnis geben. Wieder sind Hügelgräber in Gebrauch.

In der späten Eisenzeit (Latènezeit 450–15 v. Chr.) wohnten die Kelten im Ries, ein erstmals namentlich nachgewiesener und kulturtragender Völkerstamm. Ihre befestigten Höhensiedlungen krönten beispielsweise den Ipf bei Bopfingen oder den Burgberg bei Heroldingen. Die Ringwälle mit ihren Zangentoren sind heute noch gut zu erkennen. Viereckschanzen wurden gebaut, wahrscheinlich zu kultischen Zwecken, als Opferplatz und Heiligtum, so beispielsweise bei Jagstheim, Erlbach und Fürnheim.